Donnerstag 19.05.2022 ab 16.30 Uhr Projektvorstellungen mit Anschlussdiskussion:

16.30 Uhr – Projektvorstellung von Gorrety Ohms (45 Minuten):

Proseduc.org

Proseduc.org bietet sexuelle Bildung für Akteur*innen im Bereich Gesundheit, Soziales und Pflege, Auszubildende in den sozialen Arbeitsfeldern sowie Eltern an. Unser Ziel ist es die Versorgungslücke in der sexuellen Bildung zu schließen und das geht nur gemeinsam.

Gorrety Ohms CEO Proseduc.org – ist Kinderkrankenschwester, Traumapädagogin, Lehrbeauftragte für Sexualwissenschaft an der Evangelischen Hochschule Berlin (Schwerpunkt Soziale Arbeit). Sie ist Bildungsreferentin für Sexualpädagogik und Prävention sexualisierter Gewalt in Berlin und macht aktuell ihren Master in Angewandten Sexualwissenschaften in Merseburg. Ferner ist sie freie Mitarbeiterin beim Mitteldeutscher Rundfunk (MDR): „Wahrscheinlich Peinlich“ (Tik-Tok)

17.15 Uhr – Projektvorstellung von Michel Röhricht (45 Minuten):

Projekt „Queer am Arbeitsplatz“ des LSVD Sachsen

Das Projekt bringt Menschen aus Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften zusammen, um die Regenbogenkompetenz in der sächsischen Arbeitswelt zu erhöhen. In Workshops, Fachgesprächen und Vernetzungstreffen möchte das Projekt deutlich machen, dass Unternehmen dadurch nicht nur die Diversität ihrer Belegschaft fördern können, sondern auch dazu beitragen, dass Ressentiments abgebaut und Diskriminierung entgegen gewirkt werden kann.

In der sächsischen Arbeitswelt erleben LSBTI-Beschäftige (Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen) immer noch Ausgrenzung, Mobbing und Diskriminierung. Viele Arbeitnehmer*innen können zwar offener mit ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität umgehen als noch vor zehn Jahren. Gleichwohl gibt es eine Vielzahl von Menschen, die aus Angst vor Diskriminierung und Mobbing nicht über ihre sexuelle und geschlechtliche Identität am Arbeitsplatz sprechen können oder wollen. Das soll sich ändern!

Michel Röhricht, Jahrgang 1978, Project Leader von Queer am Arbeitsplatz seit 2020 und Diplom-Betriebswirt.  Meine Tätigkeitsgebiet sind schwerpunktmäßig der Freistaat Sachsen und seine regionale Arbeitswelt mit alle ihren Arten und Größen von Arbeitgeber*innen sowie in kleinerem Umfang der grenzüberschreitende Kontakt mit anderen Organisationen sowie die queere Geflüchtetenarbeit in Südwestsachsen. Vorangegangene berufliche Stationen waren Dresden und das Erzgebirge. Ihm liegen besonders Antidiskriminierungsarbeit, die Arbeit in verschiedenen Landesgremien als auch auf Bundesebene, in und außerhalb des LVSD, am Herzen.

18.00 Uhr – Kerstin Rudat über queeres Leben und Arbeiten in Baden-Württemberg (45 Minuten):

LGBT*IQ -Netzwerke am Arbeitsplatz sind mehr denn je gefordert, um eine diskriminierungsfreie Atmosphäre zu gewährleisten. Sie ist dienlich der Gesundheitsförderung und trägt maßgeblich dazu bei, dass der Begriff WIR als Gesellschaft auch alle Menschen, die zu ihr gehören tatsächlich impliziert. Wie gelingt dies in Baden-Württemberg?

Kerstin Rudat ist zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim LSVD Baden-Württemberg. Seit April 2018 bereichert sie das dortige Vorstandsteam. Die gebürtige Hessin hat mitgeholfen, SchLAu (schwul-lesbische Aufklärung in der Schule) im Rhein-Main-Gebiet aufzubauen. Als Journalistin hat sie für verschiedene Medien die Auseinandersetzungen um den Bildungs- und Aktionsplan in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern begleitet. Neben einer Bildungspolitik der Vielfalt ist das Thema Rechtspopulismus ihr zweiter Schwerpunkt.

18.45 Uhr Kurzvorstellung:

Die Antragsstelle für die Rehabilitierung und Entschädigung nach dem SoldRehaHomG stellt ihre Arbeit vor

Hauptmann Marco Müller ist im Bundesministerium der Verteidigung in der Antragstelle für die Rehabilitierung und Entschädigung von ehemaligen Soldatinnen und Soldaten aufgrund Ihrer sexuellen Orientierung tätig. Er berichtet über das zugrunde liegende Gesetz und seine Erfahrungen aus der Praxis. Sein Ziel ist es, gemeinsam mit uns allen weitere Betroffene zu erreichen.  

19.00 Uhr Start Anschlussdiskussion mit Speaker*innen und Teilnehmenden