Über die Fortbildung

Dieses Fortbildungskonzept basiert auf den Untersuchungen der Coaktiv Studie von Baumert und Kunter (2011). Angelehnt an das in der Studie erstellte Konzept der Lehrkraftprofessionalität, wollen wir den Teilnehmenden ermöglichen eine professionelle Kompetenz im Bereich  geschlechtlicher und sexueller Vielfalt zu erarbeiten. Hierfür haben wir die Fortbildung in zwei Abschnitte geteilt: Fachwissenschaftliche Grundlagen und Didaktisch-fachumgreifende Vertiefungen, welche individuell auf die Bedarfe der Teilnehmenden angepasst werden können.

In den fachwissenschaftlichen Grundlagen der ersten vier Modulen beschäftigen sich die Teilnehmenden mit den neuesten Erkenntnissen aus Biologie, Sozialwissenschaften und Psychologie. Gemeinsam erschließen wir die inhaltlichen Tiefen, die sich hinter den Konzepten geschlechtlicher und sexueller Vielfalt verbergen. Dabei lernen die Teilnehmenden unter anderem warum die Biologie mehr als nur zwei Geschlechter kennt, was wirklich am “homosexuellen Gen” dran ist und welche sozialen Probleme eine Mehrfachbenachteiligung im Alltag tatsächlich haben kann. Alle Module sind als didaktische Doppeldecker aufgebaut. Die innerhalb der Module angewendete Methodik steht den Teilnehmenden auch für ihre eigenen pädagogischen Arbeitsfelder zur Verfügung und kann in abgewandelter Form nutzbar gemacht werden. 

Durch die didaktisch-fachumgreifende Vertiefung der vier Wahlpflichtmodule, können die Teilnehmenden auf der Basis ihres neuen Wissens, weitere didaktische Handlungsspielräume erobern. Gemeinsam mit verschiedenen Gastdozierenden aus etablierten und erfahrenen Institutionen und in intensiven Arbeitsphasen erwerben die Teilnehmenden neue Kompetenzen bzw. bauen vorhandene Fähigkeiten aus. 

Wir bieten Module zu folgenden Themenbereichen an:

  •  Beratung und Unterstützung im schulischen Kontext
  • diskriminierungsfreier Umgang mit Sprache in Wort und Text
  • Planungshilfen bei eigenen Unterrichtsvorhaben in allen Schulfächern 
  • erfolgreicher Aufbau und Umsetzung von Kooperationen mit externen Experten

Das Lerntagebuch ist verpflichtend für die erfolgreiche Teilnahme an dieser Fortbildung. Das Ausfüllen eines selbstreflektiven Lerntagebuchs dient als Unterstützung zur Erkennung eigener blinder Flecke, die alleine bei der Kommunikation zur nicht gewollter Diskriminierung führen können. Dieses Tagebuch ist modulbegleitend und soll die Teilnehmenden in ihrer Selbstreflektion durch kleinere Aufgaben und Fragen unterstützen. Zusätzlich bietet das Lerntagebuch auch Aufgaben zur Vor- und Nachbereitung. Auf diesem Weg wollen wir sicherstellen, dass die Teilnehmenden die intensiven Angebote zur Auseinandersetzung auch sinnvoll nutzen und sich selbst, sowie ihr Arbeitsumfeld kritisch hinterfragen.